Mittwoch, 7. Juni 2017

Abra del Acay

Wer mich (André) kennt, weiss, dass ich nicht besonders entscheidungsfreudig bin. Seit längerer Zeit geht es Anna bezüglich der weiteren Routenwahl ganz ähnlich. Wir wussten, dass wir sicher nach Cafayate fahren. Doch dann? Salta? Abra del Acay? Nach Chile und auf die Lagunenroute? Während wir so durch die Landschaft fuhren, die eindrückliche Geologie im Ischigualasto und Talampaya-Nationalpark bestaunten, das Pacha Mama Museum und die Ruinen von Quilmes anschauten, den vorzüglichen Torrontes-Wein von Cafayate degustierten und mit dem Velo ohne Gepäck die wunderschöne Quebrada de Cafayate erkundeten, diskutierten wir sehr häufig über die weitere Route. Schlussendlich entschieden wir uns für den Abra del Acay, den höchsten befahrbaren Pass Amerikas. Und es hat sich gelohnt. Bereits die Fahrt in Richtung Pass durch das Valle Calchaquíes war wunderschön. Somit fanden wir es nicht so schlimm, dass wir aufgrund der sandigen Piste etwas länger brauchten als geplant und legten in Cachi sogar noch einen Ruhetag ein, den wir zum Teil zusammen mit Katharina und Lutz mit Brot auf dem Grill backen und Grillieren verbringen durften. Leider konnten wir uns nicht gebührend verabschieden. (Also, Lutz und Katharina, falls Ihr das lehst, meldet euch doch bitte)
Diesmal waren wir mit 2 Nächten auf 2300, und je einer Nacht auf 3000 und 4000 m ü.M. ein wenig besser aklimatisiert als beim Paso de Agua Negra. So erreichten wir den knapp 5000 m hohen Abra del Acay ohne unsere Velos schieben zu müssen. Nur einige teils gefrorene Furten waren zu durchqueren, was wir meist barfuss taten. Die Kiesstrasse war auf der Südseite des Passes von bester Qualität. Ist ja schliesslich eine Nationalstrasse (RN 40). Die Abfahrt im kühlen Gegenwind auf Waschbrettpiste war dann weniger angenehm. In San Antonio de los Cobres sahen wir im Internet, dass die Pässe nach Chile wegen schlechten Wetters und Schnees noch immer geschlossen waren. Unser bereits praktisch beschlossener Verzicht auf die Lagunenroute (wir hatten wochenlang darüber diskutiert) war damit besiegelt. Nach einer kurzen Nacht nahmen wir den Bus nach Salta, von wo aus wir dann durch die Quebrada de Humahuaca nach Bolivien fuhren.

Nationalpark Ischigualasto



Quebrada de Cafayate


Valle Calchaquies

Abra del Acay











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